2. Stufe: Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens und Verfahren über den Schuldenbereinigungsplan (SBPV)

(über die Notwendigkeit eines SBPV entscheidet das Gericht)


Der private Schuldner kann einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellen. Für den Antrag ist in der Regel das Amtsgericht am Sitz des Landgerichts zuständig, in dessen Bezirk der Schuldner wohnt. Nach der Antragstellung entscheidet das Insolvenzgericht, ob überhaupt ein Schuldenbereinigungs-Planverfahren (SBPV) durchgeführt werden soll.
Wenn das Gericht dies für erforderlich hält, muss der Schuldner dann u.a. einen Schuldenbereinigungsplan einreichen. Stimmen nicht alle Gläubiger zu, d.h. widersprechen einzelne Gläubiger, kann das Gericht deren Zustimmung auf Antrag ersetzen, wenn im übrigen die Mehrheit der anderen Gläubiger nach Kopf- und Forderungshöhe zugestimmt haben und die nicht zustimmenden durch den Plan nicht unzulässig benachteiligt werden. Ist eine Ersetzung der Zustimmung nicht möglich, beginnt erst das eigentliche Insolvenzverfahren. 

Kommt das Gericht zu der Überzeugung, dass ein SBPV entfallen kann, weil der Schuldenbereinigungsplan voraussichtlich nicht angenommen wird, kommt es sofort zur Eröffnung des Verbraucher-Insolvenzverfahrens.