1. Stufe: außergerichtlicher Schuldenbereinigungsversuch


Der Schuldner muss zuerst versuchen, sich außergerichtlich mit seinen Gläubigern zu einigen. Er muss ihnen seine Einkommens- und Vermögensverhältnisse darlegen und einen konkreten Vorschlag unterbreiten, wie er seine Schulden begleichen kann und möchte, nämlich durch einen Zahlungs- und Tilgungsplan.

Stimmen die Gläubiger dem Vorschlag zu, kann dadurch bereits ein Schuldenerlass oder wenigstens eine Erleichterung ausgehandelt werden. Scheitert jedoch der Einigungsversuch, ist der erste notwendige Schritt auf dem Weg zur Restschuldbefreiung schon getan: Das Insolvenzverfahren setzt voraus, dass ein außergerichtlicher Einigungsversuch innerhalb eines halben Jahres vor Antragstellung versucht worden und gescheitert ist. 

Das Scheitern muss von einer sogenannten geeigneten Stelle bestätigt werden - dies können Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater sein, aber auch Schuldnerberater kommen in Frage.